Der kleine Server für das Heimnetzwerk
Wer sich ein kleines Heimnetzwerk eingerichtet hat, wird vielleicht auch darüber nachdenken, sich einen kleinen Server anzuschaffen, um nicht ständig einen PC in Betrieb haben zu müssen. Für dieses Problem bietet der Handel eine Lösung in Form von kleinen Heimservern. Diese Server sind nicht sonderlich groß, die meisten davon erreichen nicht einmal die Ausmaße einer herkömmlichen externen Festplatte.
Moderne Heimserver nutzen keine normale Festplatte zur Datenspeicherung, sondern greifen auf sogenannte Solid State Drives (SSD) zurück. Im Prinzip handelt es sich dabei um Flash-Speicher, wie er auch in USB-Sticks verbaut ist. Diese Technik bietet einige Vorteile. So werden etwa keinerlei mechanische Bauteile eingesetzt, was die Lebensdauer heraufsetzt. Darüber hinaus werden sowohl die Zugriffszeit als auch der Stromverbrauch deutlich reduziert. Ein etwas größerer Nachteil dieser Technik ist der immer noch verhältnismäßig hohe Preis für Solid State Drives.
Kleine Heimserver sind schnell installiert. Sie werden an die Stromzufuhr angeschlossen und via Router, idealerweise kabellos, in das Heimnetzwerk integriert. Unter Windows werden solche Server in der Regel problemlos bei der Durchsuchung des Netzwerkes erkannt. Die genauere Konfiguration solcher Server erfolgt im Browserfenster, ähnlich wie beim Einrichten eines Routers. Vor dem Kauf eines solchen Heimservers sollte man sich überlegen, für welche Zwecke er eingesetzt werden soll. Soll der Server in erster Linie Filmdaten für einen netzwerkfähigen Fernseher bereitstellen, sollte besonderes Augenmerk auf die Datenübertragungsrate geworfen werden, um ein eventuelles Ruckeln bei der Filmwiedergabe zu vermeiden. Ist der Server nicht ständig in Betrieb, sollte darauf geachtet werden, dass die Zeit für das Hochfahren nicht zu lange ist. In der Regel ist das aber kein Problem, vor allem dann nicht, wenn SSDs verbaut sind.