Was steht über mich im Internet?
Es ist mittlerweile schon fast täglicher Usus, dass die Arbeitgeber bei Bewerbungen neuer Mitarbeiter erst einmal den Namen im Internet recherchieren. Wenn es über jemanden etwas zu erfahren gibt, dann spuckt die Suchmaschine dies nach der Eingabe vom Namen, vielleicht in Zusammenhang mit dem Ort auch aus. Dass Arbeitgeber wissen wollen, wen sie sich da ins Haus holen, ist nur allzu verständlich, denn in der Bewerbung wird niemand angeben, was irgendwie von der Zusage für den Arbeitsplatz schädlich sein könnte. Auch Lügen oder Halbwahrheiten lassen sich auf diese Weise aufdecken. Ein Bewerbungsgespräch könnte peinlich enden, wenn im Lebenslauf nichts von einer Fußball Karriere steht. Auch auf Befragen gibt der Bewerber an, sportlich kaum aktiv zu sein. Immerhin ist bekannt, dass die Arbeitgeber das Verletzungsrisiko, das auch Krankheitszeiten bedeuten könnte, von Fußballspielern nicht gerne sehen. Wenn aber der Arbeitgeber in spe schon längst den Namen des Bewerbers auf der Homepage des lokalen Fußballclubs als aktiver Spieler gesehen hat, ist das Verneinen des Hobbys eine klare Lüge – der Kick ins Aus.
Viele Jugendliche haben schon lange Accounts in Chats, sind bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken registriert. Hier äußern sie sich nicht nur zu sehr privaten Meinungen oder Erlebnissen, geben Stimmungen und unbedachte Worte preis und lassen sich vielleicht sogar zu unkorrekten Kommentaren hinreißen, sondern veröffentlichen auch Fotos in ihren Chat Blogs und ihrer Pinnwand. Später, als Erwachsene, könnte es ihnen leidtun, all diese intimen Details und Bilder veröffentlicht zu haben. Doch die Bilder und Sätze aus dem Internet vollkommen zu löschen ist nicht immer möglich, auch dann nicht, wenn es sich um Mobbing Attacken bösartiger Mitschüler handelt. Deswegen sollte man nur mit Bedacht digitale Bilder hergeben und online stellen und sich auch mit manchen schriftlichen Äußerungen im Netz bedeckt halten. All das könnte irgendwann auf einen zurückfallen. Oder soll der Chef eines Tages lesen, wie sehr man bei Facebook die letzte Party gefeiert hat?